Schleswig-Holstein hat Talent(e)

04.04.2022

Rad-Bundesliga - Bester Nachwuchsfahrer Anton Lennemann

Zwei Talente auf dem Weg nach oben ...

… so hatte der Radsportverband SH vor einigen Jahren seine Jugendoffensive für den Rennsport benannt. Es sollte das Interesse der Jugendlichen geweckt werden, sich mit gleichaltrigen Sportkollegen, nicht nur im Wettkampf zu messen, sondern sich auch vereinsübergreifend zu treffen, sich auszutauschen, einfach versuchen, die Leistungsgrenze auszuloten und „nach oben“ zu verschieben. Unterstützt wurde diese Initiative verbandsseitig durch diverse Wochenendlehrgänge in den verschiedensten Jugendherbergen unseres Landes. Es entstand das Team der „YOUNG LIONS“.

Durch die Gewinnung vieler Sponsoren war es möglich ein Verbandsfahrzeug anzuschaffen, Team-Trikots und anderes Equipment zur Verfügung zu stellen. Schnell war der Gedanke geboren, dies auch „bundesweit“ zu präsentieren. Die Geburtsstunde des U19 Bundesliga-Teams „PEUGEOT Young Lions SH“. Wir nahmen das Abenteuer Rad-Bundesliga in Angriff, hatten schwere Momente, aber auch durchaus erfreuliche Augenblicke. Vor allem aber immer den notwendigen Spaß, an der durchaus anspruchsvollen Aufgabe. Alle Beteiligten konnten ihre Erfahrungen von Rennen zu Rennen steigern und die gewonnenen Erkenntnisse in den nächsten Rennen einsetzen. In Kooperation mit den radsportlichen Nachbarn aus Hamburg ging es in zwei weitere Bundesliga-Jahre.

Leider wurden die begleitenden Aktivitäten durch die immer noch nicht ganz überwundene Corona-Pandemie erheblich ausgebremst. Doch langsam ist wieder „Land in Sicht“. Der Nachwuchs ist wieder verstärkt auf der Straße oder im Wald. Ein erstes Trainingswochenende hat in Ratzeburg stattgefunden und eine Auswahl unserer Talente befindet sich gerade mit unserem Nachwuchs-Vizepräsidenten Ian Hoesle auf dem Weg in ein Trainingslager in die, hoffentlich sonnige, Provence.

Zwei unserer „ehemaligen“ Talente haben nun allerdings den Juniorenbereich verlassen und befinden sich auf einem vielversprechenden Weg an die Spitze des deutschen Nachwuchses.

Anton Lennemann (ex RT Neumünster) hat uns im vorletzten Jahr bereits in Richtung Rheinland-Pfalz verlassen um am Heinrich-Heine-Sportgymnasium in Kaiserslautern noch bessere Trainingsbedingungen zu nutzen und gleichzeitig sein Abitur zu machen. Das letzte Juniorenjahr absolvierte er im Bundesliga-Team Wipotec als Mitglied des RSC Linden mit guten Erfolgen. Seine Fahrweise und seine mannschaftsdienliche Art blieb nicht unbemerkt und so kam für diese Saison ein Vertrag mit dem BIKE AID Development Team zustande. Im ersten Müller-lila-Logistik-Bundesliga-Rennen dieses Jahres in Bruchsal konnte Anton das Führungstrikot des besten „Nachwuchsfahrers“ erobern. Nach einigen Einsätzen im Elsass ein toller Saisonauftakt in Deutschland. Wir werden ihn weiter beobachten ...

Silas Koech (ex Racing Team Herzogtum-Lauenburg). Silas hat unseren Verband ausbildungsbedingt in Richtung NRW verlassen und sein letztes Juniorenjahr erfolgreich im Bundesliga Team RadNet Rose NRW bestritten. Für die Saison 2022 hat Silas einen Vertrag im KT-Team Saris Rouvy Sauerland unterschrieben. In seinem Rennkalender stehen also durchaus anspruchsvolle Rennen sowohl im In -und Ausland. Das Team ist im internationalen Radsport hoch angesehen und erhält vielfach Einladungen zu UCI-Rennen. Am vergangenen Samstag war Silas bei der Volta Limburg (UCI 1.1) über 199 km am Start. Mit der Weltklasse im gleichen Rennen...!!! Am Start waren u.a. der Ex-Weltmeister Philip Gilbert (Lotto Soudal) ebenso ein Tom Dumoulin (Jumbo Visma). Wenn das kein Motivationsschub ist ...

Beide „Renner“ werden wir natürlich weiter beobachten und wünschen ihnen eine erfolgreiche, sturz -und defektfreie Saison, und das sich ihre positive Entwicklung weiter fortsetzt.

Aber auch für unseren derzeitigen Nachwuchs ist dies ein gutes Zeichen. Nachdem die pandemische Lage wieder Zusammenkünfte und insbesondere wieder Rennen erlaubt, wird die weitere sportliche Entwicklung unserer Talente wieder an Schwung gewinnen.

Als Fazit des oben geschriebenen können wir festhalten: Auch für norddeutsche „Flachländer“ gibt es mit entsprechendem Fleiß und Ausdauer gute Möglichkeiten dem „großen Radsport“ ganz nahe zu kommen ...

Auf geht’s Mädels und Jungs ...


Autor: Jürgen Mohr - Redaktion: Barry Lessentin
 

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Weitere Informationen