Cordula Neudörffer (RSC Kattenberg) bewegt die Radsportwelt

16.12.2021

Cordula : Immer gut gelaunt - © m.kabenfoto

wieder allen Konkurrentinnen entwischt - © m.kabenfoto

konzentriert trotz Anschlag-Puls - © m.kabenfoto

perfekte Technik-Beherrschung - © m.kabenfoto

Regen, Matsch - das ist CycloCross - © m.kabenfoto

Unsere amtierende „Radsportlerin des Jahres“ und momentan leistungsstärkste Lizenz-Fahrerin stellt sich einem Interview :

Frage : Du bist Jg.1971, fährst aber in der höchsten deutschen Rennklasse „Elite Frauen“ im CycloCross den Jüngeren um die Ohren. Regelmäßig Platze auf dem Podium, zuletzt sogar ein Sieg in der Top-Kategorie „Bundesliga“ - Wie geht das ? 

Mit Freude und viel Motivation! In 2014 bin ich mein erstes Cross Rennen in Norderstedt gefahren und da ist ein Funke übergesprungen, das Feuer brennt bis heute unverändert. In den vergangenen sieben Jahren auf dem Rad haben zahlreiche Lehrstunden (auch nicht wenige schmerzhafte), wirklich viel Abgucken von „den Guten“, Ausprobieren meine persönliche Rad-Sammlung gefüllt. Im abgelaufenen Jahr kam dann noch ein Trainingskonzept dazu, welches ich bisher als „Lust und Laune-Sportler“ abgelehnt hatte.

Von diesen Erfahrungen zehre ich unweigerlich und freue mich nicht nur über die Erfolge, sondern im Grunde am Meisten über die große Freude die mich mit dem Radfahren verbindet.

 

Frage : Du bist voll berufstätig. Ein derart hohes Leistungsniveau verlangt aber konsequentes Training. - Wie bringst Du das zueinander ?

Die sportliche Bewegung ist gefühlt schon immer ein Teil von mir, keine Zusatzbelastung. So habe ich 1998 nach der Geburt meines 2. Kindes mit regelmäßigen, täglichen, sehr kurzen 5 km Läufen begonnen, woraus sich erste Laufwettkämpfe bis zum Marathon entwickelten, später geschah über die täglichen Radfahrten zur Arbeit dasselbe mit dem Radfahren. Es scheint fast so als würde der Sport mich finden und nicht anders herum. Aktuell zehre ich vermutlich von der mittlerweile jahrzehntelangen Bewegungsschule die mein Körper kennt und ich bin halt eine „Wettkampfsau“ mit Leib und Seele, was zur Folge hat, dass in den Wettkämpfen meist noch wesentlich bessere Leistungen „gehen“.

 

Frage : Querfeldein-Deutsche Meisterschaft in Luckenwalde/Brandenburg (08./09.01.2022) - wahrscheinlich erstmals mit eigener Wertung für Seniorinnen. - Deine Einschätzung bzgl. Deiner Chancen ?

Ich starte bei der Elite am Samstag, nicht im Seniorinnen-Rennen am Sonntag und werde, wie immer, alles geben. Am meisten hoffe ich aktuell, dass die Deutsche Meisterschaft stattfinden kann!!

 

Frage : Weitere Pläne ? Deinen Start bei der kürzlichen Masters-Weltmeisterschaft in England hat ja Corona zunichte gemacht.

Gerne möchte ich dem Sport allgemein und diesem Sport im Speziellen noch lange verbunden bleiben. Die WM wird es in 2022 wieder geben und die Teilnahme ist durchaus geplant. Für 2022 ist auch die Wiederholung der Straßen Bundesliga angesagt. Allgemein gesagt mache ich eigentlich nie wirklich langfristige Pläne. Ich würde mich selbst nicht als Titeljäger bezeichnen. Stattdessen versuche ich mir gerne ein Umfeld auszusuchen (oder zu schaffen) in dem ich mich wohl fühle, dies betrifft im Übrigen alle Lebensbereiche.

Vielen Dank für dieses Interview


Autor: -tsch
 

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