4x Karbach Bundesliga Frauen

18.05.2021

Stephan und Gregor

Karbach die Erste

Dichter Nebel lag beim Rad-Bundesliga-Auftakt auf dem Straßenrennkurs in Karbach / Bayern. Doch dieser lichtete sich bei zunehmender Renndauer auch für vier Athletinnen aus Schleswig-Holstein. Bei ihrem Premierenstart zogen die Radsportlerinnen des Team Kieler RV / RSV SH powered bei Dankward trotz einiger Widrigkeiten eine positive Bilanz. Mehr als 120 Radsportlerinnen  der Kategorie Frauen und Juniorinnen nahmen den Kampf um die ersten Bundesligapunkte auf. Vor Jorid Behn, Philine Letz, Cordula Neudörffer und Pia Viktoria Stender lagen fünf Rennrunden a 17 Kilometer. Gespickt war der Kurs mit zwei knackigen Anstiegen. Die erste Hürde, die erste Reihe in der Startaufstellung zu ergattern und zu verteidigen nahmen die Nordlichter mit Bravour. Doch dann ging es mit einem Höllentempo auf die ersten Kilometer. Alle waren beim ersten Saisonrennen heiß. Es wurde gedrängelt und um jede Position gekämpft. Und es trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. In der 23köpfigen Spitzengruppe hatte sich auch Jord Behn festgesetzt. Doch dabei blieb es nicht. Mehre Stürze dezimierten das Feld. Dabei erwischte es auch Jorid Behn. Die Folge: Rennaufgabe in Runde vier. Durch einen weiteren Massensturz musste das Rennen sogar eine ganze Stunde neutralisiert werden. „ Nach dem Neustart war die mentale Komponente weg“, so Cordula Neudörffer die als bestplatztierte SH-Fahrerin auf Rang dreißig ins Ziel fuhr. „ So eine Rennhektik habe ich noch nicht erlebt“, kommentierte Philine Letz ihren ersten Bundesligaeinsatz im Team der Nordlichter. „ Es war ja auch das erste Rennen der Saison überhaupt. Allen Aktiven fehlte die Erfahrung aus Renneinsätzen im Frühjahr. Dort bringt man sich in Schwung und sammelt Erfahrungen“, ergänzte Pia Viktoria Stender die keinen guten Start erwischte und frühzeitig das Rennen aufgab. Dennoch zog Teamsprecherin Jorid Behn ein positives Fazit. „ Wir sind in der Vorbereitung schon gut zusammengewachsen. Wir haben viel gelernt und gehen mit Optimismus in die hoffentlich wieder öfter stattfindenden Wettkämpfe. (hs

Karbach die Zweite

109 Fahrerinnen waren in Karbach am Start. Die Aufregung bei den KRV-Mädels war groß. Cordula, Philine, Pia und Jorid wagen sich an den Start. Für viele ist es das erste Rennen in der Saison. „Das wird hektisch werden. Alle sind aufgeregt“, warnte Jürgen Mohr die Mädels schon im Voraus.

Er sollte Recht behalten. Mit zwei Minuten Vorsprung startet das Juniorinnen-Feld. Danach die Frauen. Die Ordner haben am Start alle Hände voll zu tun, die Mädels unter Kontrolle zu halten. Alle wollen sie in der ersten Reihe stehen. Schließlich kommt der Berg schon direkt am Anfang.

Als der Startschuss kommt, sprinten die Frauen praktisch direkt los. Am Berg sortiert es sich dann etwas. Die Strecke ist holperig. Berg rauf, Berg runter, rechts, links, rechts, Bergwertung. Dann noch eine Abfahrt. Eine Fahrerin touchiert Cordula bei 70 km/h. Doch Cordula hält gegen und es kommt glücklicherweise nicht zum Sturz.

Nach und nach dezimiert sich das Feld. In der zweiten Runde wird am Berg ordentlich Gas gegeben. Jorid hat es mit 22 weiteren Fahrerinnen in die Spitzengruppe geschafft. Cordula und Philine sind in den beiden Gruppen dahinter.

In der dritten Runde touchieren sich wieder zwei Fahrerinnen in der Abfahrt. Dieses Mal stürzen sie und reißen noch weitere Fahrerinnen mit. Jorid kann den ersten noch ausweichen, doch dann fällt auch sie. Das Kinn blutet. Sie war mit dem Kopf zuerst gefallen. Aber das ist ihr in dem Moment egal. Schnell die Kette wieder aufs große Blatt und weiter.

In dem Moment kommt auch schon das Feld, in dem Cordula mitfährt. Wenig später wird das Rennen aber unterbrochen. Alle Krankenwagen waren für den Sturz im Einsatz und es wäre keiner mehr frei gewesen, falls noch ein Sturz passiert wäre. Auch ein Helikopter musste kommen.

Eine Stunde müssen die Fahrerinnen warten, bis sie weiterfahren dürfen. Es fing an zu regnen und ist kalt. Jorid nutzt die Zeit und lässt ihr Kinn untersuchen. Es blutet immer noch. Der Rennarzt schickt sie ins Krankenhaus. Das Kinn muss genäht werden. Damit war das Rennen für Jorid vorbei.

Pia hatte es ebenfalls schon beendet. Als das Rennen dann für die anderen Mädels weiter geht, ist bei Cordula und Philine der Rennmodus aus. Mit kalten Beinen schleppen sie sich noch ein letztes Mal die Berge hoch und fahren auf Platz 30 und 48 ins Ziel. Was für ein aufregender Tag.

 

Jorid Behn

 

Karbach die Dritte

Zu einem guten Radteam gehören immer Betreuer. In diesen Fall unterstützten 4 Betreuer in Karbach unsere Bundesligamädels. Hört sich viel an! Aber auf einen Rundkurs wie in Karbach braucht man eine solche Anzahl. Das verpflegen aus dem Auto war untersagt und so mussten 2 Mann am Berg für die Getränke stehen. Diesen Job übernahmen Andre und Gregor. Andreas Thiel der kurzfristig gesagt hatte er fährt als Mechaniker mit und ich fuhren den Teamwagen. All die Posten fordern hohe Konzentration. Im Wagen muss man auf Radfahrer achten die von allen Seiten an dir vorbeifahren am Berg den genauen Punkt treffen, beim Flasche geben.

Im Vorfeld hatte Jürgen den Mädels schon mal die  Handzeichen erklärt, welche sie bei Pannen oder anderen Dinge zu benutzen haben. Kleinere Kniffe wie man sich im Feld bewegt oder in den Berg reinfährt bekamen sie auch

Abends bei Pizza und Nudeln wurden denn die letzten Kniffe und Feinheiten besprochen z.B. wie bewege ich mich in der Kolone.

Räder einstellen, Kette ölen und noch mal alles überprüfen. Danach ins Bett.  Am nächsten Morgen früh zur Strecke. Laufräder und Ersatzfahrrad aufs Dach und auf den Start warten.

Im Rennen immer darauf achten was deine Fahrerinnen machen, wenn jemand abgehängt ist, sie wieder an die Gruppe ranfahren. Das gehört dazu. 

In diesen Rennen kam ja noch dazu, in der Zwangspause Jacken und Decken reichen. Luft aus den Reifen, weil es wie aus Eimern schüttete

All dieses macht aber mega Spaß.  Und wenn man dann noch die zufriedenen Gesichter sieht, erst recht.

Karbach die Vierte

Gregor wollte nach seinem Einsatz als Betreuer das Rennen der Elite bestreiten. Das mit KT Fahrern bestückte Feld ging in die erste Runde und am Ende des ersten Hügels fuhren sie eine Welle und Gregor ins Rad. Speichenbruch und somit Schluss. Ganze 1,5 km war Gregor gefahren :-(

Aber wer Gregor kennt, weiß er ärgert sich nur kurz und freut sich aufs nächste Rennen 

Stephan Sturm

 


Autor: Diverse
 

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