Jürgen Mohr ist neuer Landestrainer für Schleswig-Holstein

05.10.2016

Jürgen Mohr

Wir freuen uns sehr, dass wir einen neuen Landestrainer berufen konnten und dieser auch unseren Ruf angenommen hat. Nachdem die Position lange Zeit unbesetzt war, und auch die Anzahl der Kinder und Jugendlichen sehr stark sank, hat er im letzten Jahr unterstützt von Barry begonnen, den Nachwuchs in Schleswig-Holstein zu fördern.


Diese Arbeit soll nun intensiviert werden und die ersten kleinen Hoffnungsschimmer zeigen sich nach 4 Wochenenden, an denen Jürgen in verschiedenen Jugendherbergen Trainingscamps durchgeführt hat. Nun soll es auch in der offiziellen Funktion des Landestrainers sein. Der Verbandsvorstand hat sich einmütig dafür ausgesprochen, diesen Weg in der Zukunft intensiv zu unterstützen. Wir hoffen auch auf die rege Unterstützung der Vereine für seine Arbeit, denn die Kinder und Jugendlichen müssen auch vor Ort betreut werden.

Was gibt es über Jürgen Mohr zu sagen?

Hier sein Kurzportrait:

Geboren in den frühesten 50ern „tief im Westen“ ( Bochum, 1952 ).

Als Kind des Kohlenpotts, aufgewachsen zwischen Stadion Roter Erde und der „Glück-Auf-Kampfbahn, kommt man fast zwangsläufig mit dem Fußball in Berührung; und so jagte auch ich dem runden Leder nach. Während der frühpubertären Phase in den Anfängen des „Rauchens & Saufens“ meiner Mitstreiter, entschloss ich mich, meine Aktivitäten zu verlagern; und begann (väterlich vorbelastet) mit dem Radsport.

Im Frühjahr 1966 bestritt ich mein 1. Radrennen und durfte auch gleich auf dem obersten Podest Platz nehmen. A star was born...?? Nicht ganz... Sportlicherseits habe ich alle Höhen und Tiefen des Radsports genießen können; angefangen von brutal abgehängt, über „soeben im Hauptfeld überlebt“, bis hin zu provokant, überheblichem Siegeszug. Letzteres leider doch zu selten. War anfänglich der Wille zum „Bergfahren“ noch ziemlich ausgeprägt, hat sich das im Laufe der Zeit doch rapide gewandelt, zumal ich erfahren konnte, das man auch im Sprint gewinnen kann. So zog es mich, insbesondere im Winter, vermehrt auf die Radrennbahn.

Die Heimatbahn in der Dortmunder Westfalenhalle wurde zu unserem Winterquartier, und auch die Hallen in Essen, Münster und Köln waren gut erreichbar und allemal in meiner Wahrnehmung besser geeignet den Winter zu überbrücken, als diese ekligen Crossrennen ( sorry, sah ich damals so ! ).  

Meine „Umsiedelung“ 1976 nach Schleswig-Holstein war einhergehend mit zunehmender Trainingsunlust und der tristen Erkenntnis keine Auswahl an Radrennen mehr zu haben. Die aktive Zeit schleppte sich noch mehr oder weniger ambitioniert bis 1983 hin. Zwischenzeitlich mit abgeschlossenen Wirtschaftsstudium versehen, -was u.a. mit diversen Trainertätigkeiten finanziert wurde-, erwarb ich 1982 die A-Trainer-Lizenz-Leistungssport des BDR, und war  zwischen 1984-1989 bei diversen Rundfahrten auch international tätig.

1983 begann ich ein Sportstudium in Kiel, welches mir u.a. in allen 4 „großen Ballsportarten“ (Fußball, Handball, Volleyball, Basketball) die B-Trainer-Lizenz bescherte. Nach der Professionalisierung des Radsports war ich in unterschiedlichen Positionen ( Mechaniker, SpoLei ) bei einigen KT-Teams punktuell tätig, so dass der Kontakt zum Radsport aufrecht erhalten wurde.

Als Mitglied der RSG Mittelpunkt Nortorf wurde ich kurz nach dessen Gründung auch wieder im schleswig-holsteinischen Radsport aktiv und musste feststellen, dass der Landesverband in Sachen Rennsport durchaus „potential nach oben“ hat....

Die nun eingeleitete Entwicklung möchte ich gerne positiv beeinflussen und hoffe auf vielfältige Unterstützung.


Autor: Wilfried Weitz und Jürgen Mohr