Auf der Spur der Weltelite

30.11.2016

So kann man es wörtlich nehmen. Wo am Vortag noch die Weltelite die Strecke gerockt hat, konnten wir am nächsten Tag unsere Cross Landesmeisterschaft austragen. Unzählige Male den Berg hoch, den Berg wieder runter, bremsen, lenken, durch einen 75 m langen Sandbunker. Eine schnelle, aber doch Kraft raubende Strecke. Was bei den Profis so spielend aussah wurde für manchen Teilnehmer der Landesmeisterschaft zur Qual. Ein van der Poel, der am Ende des durchfahrenen Sandbunkers bremsen musste, damit er nicht in den Fangzaun fährt, oder die Hindernisse so springt das man das Gefühl hat, er würde gleich beide zusammen überqueren. Die Augen der Sportler und Besucher wurden immer größer und fingen an zu leuchten. „Das schaffe ich auch, durch den Sand zu fahren“, hörte man am Samstag. Die Realität sah leider bei  fast allen anders aus. Wer die Hälfte des Sandbunkers zu Durchfahren schaffte, war ein(e) ganz Große(r). Den Rest zu laufen war aber genauso schwer, wenn nicht sogar schwerer.

Der FC St. Pauli als Ausrichter war bemüht  eine Weltcup Atmosphäre zu schaffen: laute Musik, ein Sprecher mit lustigen und guten Kommentaren, Glühwein, Bier, Suppe, Kaffee. Alles was zu einem Rennen dazu gehört. Nur mein Brötchen morgens fehlte….;-).

Natürlich gehören zu einer LVM auch Rennen. Die Felder waren zwar nicht ganz so groß, aber nicht desto trotz genauso spannend wie am Vortag. Beim Wetter hatten wir am Sonntag klar die Nase vorne. Sind am Samstag noch alle Rennen im trüben  Schmuddelwetter gefahren worden, lachte uns am Sonntag vom ersten bis zum letzten Rennen die Sonne an.

 Schade, dass es nicht noch mehr Starter aus Schleswig-Holstein zu diesem Rennen geschafft haben! Für jeden Teilnehmer ist es etwas sehr Besonderes gewesen, auf einem Worldcup Kurs, der eigens von den Belgiern „gebaut“ wurde, zu fahren. Lediglich in 3 Klassen konnten wir einen Landesmeister ausfahren. In den restlichen Klassen konnten wir wegen weniger als 3 Startern lediglich Landesbeste, aber keinen offiziellen Landesmeister ehren, so das Reglement. Sehr schade!

In einigen Klassen fehlten unsere Radsportler sogar ganz.

 So etwas macht mich  nicht nur nachdenklich sondern auch ziemlich ärgerlich. Am Termin hat es nicht gelegen,  dieser steht schon seit Jahren fest: letztes Novemberwochenende.

Genug darüber philosophiert. Die Verantwortlichen werden sich darüber Gedanken machen (die fehlenden Sportler sich hoffentlich auch).

Natürlich möchte ich nicht die Gewinner vergessen:

Landesmeister wurden Adrian Rips(Elite Männer)

Andreas Rips(Senioren 3)

und Manfred Bartsch(Senioren 4)

 Die Ergebnisse aller Teilnehmer sind unter Herzog Sport zu lesen. www.herzog-Sport.

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Stephan Sturm


Autor: Stephan Sturm